Das Merkendorfer Krautlied von Fritz Candidus    
  Hoch klingt das Lied vom Kraut
   
 


Hoch klingt das Lied vom Kraut, dem weißen, 
das alle Welt freut und beglückt. 
Drum woll´n wir heut den Segen preisen, 
den die Natur uns freundlich schickt.

Die Heimat gibt dazu den Boden,
auf dem das Pflänzlein wird gebaut.
Der Bauer, der muß müh´n und roden,
daß aus dem Kräutlein wird ein Kraut.

Wenn dann die Köpfe fest und rund sind
und stolz auf ihren Beeten stehn,
und drüber streicht der kalte Herbstwind,
dann kann es froh zur Ernte geh´n.

Dann wird der Segen heimgefahren
und es beginnt die schöne Zeit,
wie immer schon seit vielen Jahren.
Der Krauthobel steht griffbereit.

Ist dann das Kraut schön weich und sauer,
dazu`ne Wurst und schweinern`s Fleisch,
so freut sich Städter und der Bauer.
Solch Essen macht uns satt und reich.

Drum laßt heut froh den Spruch erklingen,
daß in die Lande schallt es laut,
erhebt das Glas und laßt uns singen:
Hoch leb´ das Merkendorfer Kraut.


Nach der Melodie:
Wem Gott will rechte Gunst erweisen