Medizin für die Seefahrer    
  Schon in der Antike war Kraut Heil- und Nahrungsmittel    
 

Das Einsäuern von Kraut war bereits zu Zeiten des Arztes Hippokrates, dem Gründer der wissenschaftlichen Medizin, im 4. Jahrhundert v. Chr. bekannt. So sollen Bauarbeiter die im 3. Jahrhundert v. Chr. die Chinesische Mauer bauten, zum täglichen Reis reichlich sauren Kohl bekommen haben. Sowohl griechische als auch römische Ärzte und Naturheilkundler sammelten schon damals Erkenntnisse über die Heilkräfte von frischem und gesäuertem Kraut. Beides galt in der Antike als Heil- und Nahrungsmittel. Bekannt ist, dass bereits die Chinesen, die Tataren, aber auch die Römer und Griechen das Sauerkraut kannten und schätzten. Umstritten ist bis heute, welches Volk das Sauerkraut zum ersten Mal auf seinen Speiseplan setzte.

In Deutschland nahmen sich als erste die Mönche der Sauerkrautbereitung an. Um das Kraut das sie in den Klostergärten anbauten, für die Wintermonate und Fastenzeit haltbar zu machen.

Bei den Seeleuten galt Kraut als „Medizin“ gegen Skorbut. Für Weltumsegler James Cook stand deshalb unverrückbar fest: „Meine Matrosen werden Sauerkraut essen.“