Traditioneller Krautanbau in Heglau    
  80% Handarbeit bei Merkendorfer Kraut    
 

   


Es gibt sie noch die traditionelle arbeitsintensive Landwirtschaft, für die nachhaltiger Anbau und sorgsamer Umgang mit der Natur wichtiger sind als Massenware und Umweltzerstörungen. Ein bestes Beispiel dafür liefert das Merkendorfer Kraut. „Für rund 80% aller Tätigkeiten vom Pflanzen bis zum fertigen Sauerkraut ist bei uns Handarbeit erforderlich,“ informiert Jürgen Reuter und ist stolz auf die geleistete Handarbeit. Er ist sich sicher: Erst die Nähe zum Produkt schafft die besondere Qualität des Merkendorfer Krauts. Macht es einzigartig.

Doch wer Qualität ernten will, muss auch Qualität pflanzen. Die sorgsame Auswahl der Krautpflanzen erfordert deshalb besonders viel Erfahrung und langjähriges Wissen. Auch für den routinierten Krautprofi Jürgen Reuter ist die Auswahl der besten Krautpflanzen immer wieder eine Herausforderung. Rund 20 verschiedene Krautsorten (Weißkraut, Blaukraut, Spitzkohl) pflanzt er jährlich auf seinen Krautacker. Der Grund hierfür ist, dass es frühe und späte Sorten gibt - aber auch Sorten, die sich besonders gut einlagern lassen. Die Optimierung unterschiedlichster Sorten ermöglicht für den Krautbetrieb Reuter eine lange Erntezeit „frisch vom Acker“. So kann bereits Mitte Juni die erste Sorte geerntet werden. Zwei Wochen später die nächste Sorte. Und so weiter. Ende Oktober erfolgt die letzte Ernte, die im Kühllager zwischen 0,3 und 0,8 Grad Celcius eingelagert wird. Je nach Verwendungsart und Sorte bleiben die Krautköpfe bis zu 6 Monate im Kühlhaus erntefrisch. Was besonders wichtig für die Sauerkrautherstellung ist. Wird doch das Merkendorfer Sauerkraut wöchentlich frisch gemacht. Bei einer Kraut-Lagerkapazität von bis zu 100 Tonnen Kraut kann so ganzjährig frisches Sauerkraut hergestellt werden.